Kindertagesstätte Klaswipper

QM- Zertifikate

Ausgezeichnete Arbeit: Kindertagestätten haben QM-Zertifikate bekommen

13.09.2019 | Diakonie

Neun evangelische Tageseinrichtungen für Kinder haben in einer Feierstunde in Nümbrecht die Zertifikate des Evangelischen Gütesiegels Beta und der DIN EN ISO 9001:2015 erhalten.

Nach intensiver Erarbeitung von gemeinsamen Qualitätsstandards für alle 18 evangelischen Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis An der Agger haben sich neun Kindertageseinrichtungen der Herausforderung einer Zertifizierung gestellt und sind erfolgreich zertifiziert worden. Die Übergabe der Zertifikate fand gestern in einer Feierstunde in Nümbrecht statt. 

Die Qualitätsmanagement-Steuerungsgruppe hatte dazu die Mitarbeitenden aller Kindertageseinrichtungen und Presbyteriumsmitglieder der Trägerkirchengemeinden ins evangelische Gemeindehaus eingeladen.

Den Festakt gestalteten Pfarrer Achim Schneider (1. Vorsitzender der Interessengemeinschaft Tageseinrichtungen für Kinder im Kirchenkreis An der Agger) und Lina Spitzer, Fachberatung Kindertagesstätten im Kirchenkreis An der Agger, Superintendent Jürgen Knabe sowie Diakoniepfarrer Thomas Ruffler.

Für den musikalischen Rahmen sorgten Irina Dick und Olga Weber am Klavier sowie drei junge Musiker der Jugendband aus der Kirchengemeinde Nümbrecht: Mariella Berf, Ruben Ebener und Christoph Hein, die selbst alle drei die Nümbrechter Kita „Arche“ besucht haben. Mit sechs Gruppen und 125 Kindern ist die Arche eine der größten Kitas im Kirchenkreis An der Agger. Das 24-köpfige Team der Arche präsentierte auch ein Lied auf der Bühne.

Die neun nun zertifizierten Kitas sind dasEv. Familienzentrum und Kindergarten Niederseßmar, (Kirchengemeinde Dieringhausen-Vollmerhausen-Niederseßmar; Leitung Bettina Schmidt-Dresbach), Ev. Familienzentrum und Kindergarten Vollmerhausen  (ebenfalls Kirchengemeinde Dieringhausen-Vollmerhausen-Niederseßmar, Leitung Bettina Schmidt-Dresbach), Ev. Kindergarten u. Familienzentrum Drabenderhöhe, (Kirchengemeinde Drabenderhöhe, Leitung Sabine Schmidt), Ev. Kindergarten Loope, (Kirchengemeinde Engelskirchen, Leitung Mirjam Funk), Ev. Kindertagesstätte Klaswipper, (Kirchengemeinde Klaswipper, Leitung: Anja Hentze), Ev. Kindergarten Arche und Familienzentrum, (Kirchengemeinde Nümbrecht, Leitung: Mirjam Kohlmann-Barf), Ev. Kindergarten „Regenbogen“ (Bierenbachtal), (Kirchengemeinde Nümbrecht, Leitung: Julia Schmidt), Ev. Familienzentrum Sonnenstrahl (Waldbröl), (Kirchengemeinde Waldbröl, Leitung: Susanne Klitscher) und Ev. Kindergarten „Unterm Schirm“ – Familienzentrum (Reichshof-Drespe), (Kirchengemeinde Marienhagen-Drespe, Leitung: Kerstin Ehlert)

Inhalt des QM-Prozesses  waren pädagogische Abläufe wie Bildungsprozesse, angelehnt an die Bildungsgrundsätze in NRW, Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten und den Kirchengemeinden, Teamarbeit, Personal, Fort- und Weiterbildung, Qualitätsentwicklung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Arbeitsschutz, Brandschutz und Hygiene.  

Pfarrer Achim Schneider dankte dem QM-Berater Thomas Kretzschmar (Diakonisches Werk An der Saar), der den Prozess von Anfang an im Jahr 2010 begleitet hat. Er dankte auch den Presbyteriumsmitgliedern der Trägerkirchengemeinden, den Kita-Leitungen und den Kita-Teams. „Der QM-Prozess war kein Alleingang. Wir haben das nur in guter Zusammenarbeit im Kirchenkreis geschafft.“

In seiner Andacht sprach Schneider von der  Leitfrage für den Prozess: „Was wollen wir unseren Kindern, die uns anvertraut sind, mitgeben auf ihrem Lebensweg, vor allem auch an christlichem Glauben?“ Menschen brauchten in der heutigen Zeit mit immenser digitaler Beeinflussung eine Haltung. „Und Haltung gewinnt man nur, wenn man einen Halt gefunden hat und innere Freiheit.“ Aus dem Glauben an Jesus Christus könne ein solcher Halt wachsen.  

Superintendent Jürgen Knabe lobte die Arbeit der Kindertagesstätten. Sie leisteten einen wichtigen Beitrag zur Erziehung und Bildung von Kindern und auch zur Begleitung und Beratung von Familien. Die Kirchengemeinden setzten sich mit ihren Kindertagesstätten für Familien ein und stärkten so das Fundament des Gemeindeaufbaus. Knabe nannte die Kitas „einen Ort, wo Glauben wächst und grundlegende existenzielle Fragen beantwortet werden: Wer sieht mich? Wer kümmert sich um mich? Welchen Sinn haben Leid und Glück?“  

Diakoniepfarrer Thomas Ruffler lobte: „Sie erfüllen höchste QM-Kriterien.“ Das sei ein intensiver, lohnender Prozess gewesen. 2010 habe der Kirchenkreis die Stelle der Fachberatung Kindertagesstätten im Kirchenkreis An der Agger eingerichtet, um die Kita-Arbeit professionell zu begleiten. Jutta Ringsdorf und später Lina Spitzer begleiteten die Kitas durch den Prozess. Die evangelischen Kindergärten machten sich im Jahr 2010 auf den Weg der Qualitätsentwicklung nach dem Evangelischen BETA-Gütesiegel und DIN EN ISO 9001. Das daraus entstandene Qualitätsmanagement-Handbuch mit gemeinsam formulierten Qualitätsstandards und Prozessen ist 2016 fertig gestellt worden.

Der Prozess habe eine große Solidarität unter den beteiligten Kitas erzeugt, lobt Lina Spitzer, prozessbegleitende Fachberatung von Seiten des Kirchenkreises An der Agger. Gemeinsam stellten sich alle 18 Kitas dem neunjährigen Prozess mit unzähligen QM-Treffen und Besprechungen im Leitungskreis. Alle Kirchengemeinden haben am Handbuch mitgearbeitet.

Die Zertifikate gelten für drei Jahre. Danach ist eine Re-Zertifizierung geplant. In der Zwischenzeit gibt es weitere Überwachungsaudits.

QM-Berater Thomas Kretzschmar ist sicher, dass auch die übrigen Kitas die Zertifizierung in den nächsten Jahren machen werden. „Wir im Kirchenkreis An der Saar haben mit 20 Kitas angefangen, jetzt sind wir bei 40.“ Im Kirchenkreis An der Agger seien alle Kitas auf sehr hohem Niveau.

www.ekagger.de | jth | Text: Judith Thies | Fotos: Kirchenkreis An der Agger/J.Thies

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